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Gutes Arbeitsklima im UBA

Akustische Überströmelemente von Westaflex ergänzen modernes Klimakonzept

Große Glasflächen und eine organische Formensprache, insgesamt gesehen besticht der Neubau des Umweltbundesamtes in Dessau durch Transparenz und eine freundliche Atmosphäre. Zu diesem Eindruck trägt auch das weitläufige, verglaste Atrium bei, das vom Gebäude komplett umschlossen wird. Es wird nicht nur seiner Aufgabe als architektonischer Blickfang gerecht, sondern spielt auch eine bedeutende Rolle als Teilstück einer innovativen und energietechnisch optimierten Klimatisierungs- und Belüftungstechnik. Beim Bau ihres neuen Verwaltungsgebäudes legte die Behörde Wert auf ein kostengünstiges, ökologisches Konzept, das in Zukunft auch als Vorbild für andere öffentliche Bauten dienen kann.

Rund 800 Mitarbeiter finden Platz in dem Gebäude. Um während des gesamten Arbeitstages in allen Bereichen der Behörde frische Luft, und damit angenehme Arbeitsverhältnisse zu erhalten, kam ein spezielles Lüftungskonzept zum Einsatz, bei dem die akustischen Überströmelemente des Lüftungsspezialisten Westaflex eine zentrale Rolle in den einzelnen Büros spielen.

Herzstück der Lüftungsanlage ist ein Erdwärmetauscher, der von der angesaugten Luft durchströmt wird und diese damit, je nach Jahreszeit, erwärmt oder kühlt. Durch ein Wärmerückgewinnungskonzept, das in die Lüftungsanlage integriert ist, wird der Abluft die Wärme entzogen und wieder auf die zugeführte Frischluft übertragen. Die wertvolle Wärmeenergie geht so nicht verloren. Neben einer effizienten Wärmedämmung des Gebäudes ergänzen außerdem Solarkollektoren und eine Photovoltaikanlage das umweltfreundliche Haustechniksystem.

Die vorgewärmte Luft erreicht die Büroräume über herkömmliche Zuluftkanäle. Im Gegensatz zu gängigen Systemen wird die verbrauchte Luft jedoch nicht über Abluftkanäle wieder nach außen geführt. Stattdessen integrierte man in die Trennwände zwischen den Büroräumen und den Fluren spezielle akustische Überströmelemente aus dem Hause Westaflex. Bei geschlossenen Türen entsteht so in den Büroräumen ein Überdruck, der es der Luft ermöglicht, aus dem Raum in den Flur zu strömen. Der Flur schließlich dient als großer Abluftkanal, in dem sich die Luft aus den Büros sammelt und an einem bestimmten Punkt abgesaugt wird, um von dort wieder der Aufbereitung in der Lüftungsanlage zugeführt zu werden. Der Vorteil dieses Systems ist der Verzicht auf ein aufwendig zu installierendes und kostenintensives Netz von Abluftleitungen in den einzelnen Büros. Die Investitions- und Betriebskosten konnten so nachhaltig gesenkt werden. Da der zentrale Flur über einen großen Querschnitt verfügt, beträgt die Luftgeschwindigkeit dort weniger als 0,1 m/ s.

Die Überströmelemente bestehen aus einem Absorberelement und einer Sichtblende bzw. einem Trennwandelement. Der Absorber dient der Luftführung und wird direkt in die Trennwand integriert. Mittels mineralfaserfreier und deshalb ökologisch unbedenklicher Absorbermaterialien der Brandschutzklasse DIN 4102, A 2, wird auch der Schall in beide Richtungen gedämpft. Eine Geräuschübertragung vom Flur zu den Büros und umgekehrt findet so kaum statt.

Im eingebauten Zustand sind die Überströmelemente nicht mehr sichtbar. Je nach Wunsch kann der Luftdurchlass als Schattenfuge gestaltet oder mit einer optisch ansprechenden Frontblende versehen werden. Auch der Einbau in eine abgehängte Decke ist realisierbar. Beim Umweltbundesamt wurde der Luftauslass in die Wandverkleidung integriert. Je nach akustischen und baulichen Anforderungen stehen für jedes Bauvorhaben verschiedenste Modelle von Überströmelementen zur Auswahl. Sind spezielle Vorgaben zu erfüllen, können auch projektspezifische Lösungen entwickelt werden.

Während des Innenausbaues des Umweltbundesamtes in Dessau wurden 590 Räume mit akustischen Absorberelementen vom Typ 400 der Westaflex GmbH ausgestattet. Die Bauteile wurden in das Trennwandsystem integriert. Die gesamte Tiefe der Wandbauteile beträgt 125 mm. Das Absorberelement befindet sich mit einer Tiefe von 98 mm in der Mitte des Ständerwerks. Es wurde vertikal in einem 200 mm hohen und 2.000 mm breiten Gehäuse aus verzinktem Stahlblech eingebaut. Die Gehäuse werden in einer CNC gesteuerten Fertigung millimetergenau hergestellt. Die Breite der Absorberelemente kann bei der Planung flexibel gehandhabt werden. So wurde bereits im Fertigungsprozess die Breite des Überströmelementes an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Die so passgenauen Bauteile konnten schließlich in die für sie vorgesehenen Öffnungen der vorgefertigten Wände eingeschoben werden. Bei den weiteren Innenausbauarbeiten wurden schließlich die Sichtflächen der Überströmelemente mit Lärchenholz furnierten MDF-Platten verkleidet, die über einen senkrecht verlaufenden Schlitz verfügen, aus dem die Luft in den Flur entweicht.

Für 38 Büroräume kam zudem eine Sonderlösung mit spezieller brandschutztechnischer Ausstattung zum Einsatz. Die Absorberelemente wurden durch einen mechanischen Absperrschieber ergänzt, der im Brandfall dicht schließt. Der Antrieb des Schiebers erfolgt durch einen Federrücklaufmotor. Im geschlossenen Zustand wird so eine Rauchübertragung in den Flur verhindert, der Fluchtweg bleibt damit frei. Falls nötig, erfolgt die Ansteuerung des Motors über die Feuermeldeanlage.

Im Vorfeld der Planungsarbeiten wurden einige Angaben benötigt, um die Überströmelemente passgenau und objektspezifisch fertigen zu können. Standardelemente lassen sich in der Breite, jedoch nicht in Höhe und Tiefe variieren. Die im Labor gemessenen normierten Schalldruckpegeldifferenzen ändern sich dadurch nicht, die akustische Wirksamkeit bleibt erhalten. Durch eine Veränderung der Breite lässt sich der Druckverlust bei konstantem Volumenstrom verringern. Für die Planungsarbeiten muss bekannt sein, welcher Luftvolumenstrom benötigt wird und welcher Druckverlust nicht überschritten werden darf. Wichtige Punkte sind außerdem die akustische Wirksamkeit und die optische Gestaltung. Alle genannten Faktoren wurden bei der Ausstattung des Umweltbundesamtes berücksichtigt und zur vollen Zufriedenheit des Bauherren umgesetzt.

Die Forderung nach einem umweltfreundlichen und modernen Energie- und Lüftungskonzept konnte beim Bau des Umweltbundesamtes komplett erfüllt werden. Bei der realisierten Lüftungstechnik spielen die akustischen Überströmelemente von Westaflex eine tragende Rolle. Sie ermöglichen die Entlüftung der Räume über den Flur. Auf ein getrenntes System von Entlüftungskanälen konnte damit verzichtet werden. Die Mitarbeiter des Umweltbundesamtes sind mit der Luftqualität in ihren Büros zufrieden. Laut Frau Schindler, Liegenschaftsbewirtschafterin im UBA ergeben sich durch die Überströmelemente weder Zuglufterscheinungen noch akustische Beeinträchtigungen durch Geräusche auf den Fluren. Auch Reparaturarbeiten waren bis jetzt noch nicht nötig. Insgesamt kann somit ein positives Resümee gezogen werden.

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