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EMobilität

erstellt von Éric Dumonpierre zuletzt verändert: 21.07.2018 08:17
Der Strom kommt nicht zwangsläufig aus der Steckdose.

Mit der Veränderung unser Mobilität wandelt sich auch die Sprache. Nur ein Beispiel: was früher elektrisch war, ist heute mit E genauso gut erklärt. Und natürlich spielt auch das Englische eine tragende Rolle bei der Namensgebung neuer Antriebsarten - die Veränderung ist nun mal global. Damit Sie wissen, was auf der Strasse auf Sie zukommt. Wie stellen Sie sich die Stadt der Zukunft vor? Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten; die aktuell wichtigsten Begriffe um ihre Erklärung ergänzt. Für saubere Luft und neue Mobilitäts-Ideen.
 
HEV - Hybrid Electric Vehicle. Ein Hybrid entseht, mal biologisch betrachtet, durch die Kreuzung zweier unterschiedlichen Wesen. Bei einem Hybrid-Motor ist das nicht wesentlich anders, denn er vereint ein elektrisches und ein konventionelles Antriebs- und Energiesystem. Kurz gesagt, ein Hybrid-Fahrzeug hat sowohl einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor. Das Umschalten zwischen den beiden Antriebsarten wird automatisch gesteuert, gensuao wie das Aufladen der Batterien durch den Verbrennungsmotor. 
 
HYBRID - diese haben zwei Antriebsarten, wechselweise meist auch allein das Auto für eine gewisse Zeit antreiben kann und werden auch Parallel-Hybride genannt. Plug-in-Hybride sind eine besondere Form der Parallelhybride mit grosser Batterie. Im Unterschied zu allen anderen Hybriden kann die Batterie von aussen aufgeladen werden. 
 
BOOSTEN - während ein E-Motor sofort die gesamte Leistung abrufen kann, brauchen Verbrenner rest eine gewisse Drehzahl dafür. Bei Hybriden kann der Elektromotor den Verbrenner bei seiner Beschleunigung boosten und damit die Fahrdynamik erhöhen.
 
MHEV - die milde Variante des Hybrid-Antriebs besteht aus einem starken Verbrennungsmotor, sowie einem E-Motor mit geringer Leistung und einer kleinen Batterie von geringer Reichweite. Dieser E-Motor könnte das Fahrzeug aus eigener Kraft nicht antreiben und dient deshalb nur der Unterstützung des Verbrennungsmotors. Der MHEV agiert wie ein Turbolader und verleiht dem Fahrzeug über kurze Distanz mehr Durchzugsvermögen.
 
AKKU - in Autos mit Verbrennungsmotoren sind Batterien dafür da, um den Motor zu starten und Verbraucher wie das Autoradio oder die Klimaanlage mit Strom zu versorgen. Eine Antriebsbatterie im E-Auto ersetzt den Dieseltank. Zum Einsatz kommen zumeist Lithium-Ionen-Zellen.
 
BEV - ein 100-prozentiger Stromer, denn BEV bedeutet Battery Electric Vehicle. Der Fahrzeugtyp wird ausschliesslich mit einem Elektroantrieb bedient, der seine Energie aus Batterien bezieht. Diese Akkus werden über das Stromnetz oder ein spezielles Schnellladenetz geladen.
 
CCS - das Combined Charging System ist ein patentierter Standard von Phoenix Contact für die Schnellladung mit Gleichstrom. Es existiert aktuell in drei Länderversionen, EU, USA und China. Diese sind nicht miteinander kompatibel, dafür ermöglicht diese Industrie-Norm auch Ladevorgänge mit Wechselstrom.
 
PHEV - Plg-in-Hybrid-Fahrzeug. Eine gelungene Kombination aus Verbrenner, E-Motor und leistungsstarker Batterie. Dieser kann über Wallbox oder eine Schnellladestation aufgeladen werden. Nicht geeignet ist der Steckdosen-Betrieb aufgrund Überlastung der Haus-Installation (Leitungsquerschnitt, Schutzstecker, Energiemessung).
 
DC - die UK-Beschreibung für Gleichstrom unter Direct Current. Batterien können immer nur Gleichstrom speichern, somit ist die Auto-Sytemspannung zunächst einmal Gleichstrom. Da Wechselstrom-Motoren Vorteile im Komponenten-Preis und in der Regelbarkeit haben, wird für den Antriebmotor bei den meisten E-Autos die Gleichspannung vor dem Motor wieder in Wechselspannung gewandelt.
 
EMISSIONEN - reine Elektrofahrzeuge (PKW, LKW) stossen keine Abgase aus. Wie bei anderen Autos bleiben aber Reifen- und Bremsabrieb.
 
REICHWEITE - sie umfasst die Reichweite, die mit vollgeladener Batterie zur Bewältigung einer genormten Fahrstrecke unter Einsatz von Nebenverrbauchern (Licht, Scheibenwischer, Heizung und Klima) benötigt wird.
 
KENNZEICHEN - sie haben ein E hinter der KFZ-Erkennungsnummer. Damit werden Sonderrechte und Vorteile signalisiert (bundesweit kostenloses Parken und Nutzung der Bus-Fahrspuren), neben den Steuer- und Wartungsvorteilen (Inspektion alle 60.000 km).
 
LADELEISTUNG - berechnet sich durch die Multiplikation von Spannung (Volt) und Stromstärke (Ampere) und wird in der Einheit Kilowatt (kW) ausgegeben. Von Ladeleistung und Batteriekapazität (in Kilowattstunden = kWh) hängt die Dauer des Ladevorgangs ab. Besitzt ein Batteriespeicher etwa eine Kapazität von 44 kWh, so benötigt man an einer Ladesäule mit 22 kW Ladeleistung rund zwei Stunden, um eine annähernd leere Batterie vollzuladen.
 
REKUPERIEREN - nutzt man einen Elektromotor im Schiebebetrieb zum Abbremsen, gewinnt man damit Energie zurück, die in der Batterie gespeichert wird. Rekuperieren ist der dafür gängige Begriff.
 
EXTENDER - bei einem Range-Extender erzeugt ein Verbrennungsmotor oder ein Brennstoffzellensystem elektrische Energie, die dem Antrieb oder der Batterie zugeführt werden kann. Er kann also helfen, Stromengpässe zu überbrücken.
 
ZEITDAUER - am Haushaltsstromnetz beträgt die Zeit für eine Vollladung in der Regel acht bis zwölf Stunden . Mit einer Wallbox verkürzt sich die Wartezeit zur Schnellladung. Zudem sind Personen- und Motorschutz durch den geeigneten Leitungs-Querschnitt und vor Überspannung geschützt.
 


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