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Blower Door Test

erstellt von Éric Dumonpierre zuletzt verändert: 05.06.2012 09:53

Das Problem liegt auf der Hand: Hat ein Haus Löcher und Ritzen, kann die warme Heizluft dadurch problemlos entweichen. Die Heizkosten steigen. Kommt dazu die feuchte, warme Luft auf außenliegende Holzbalken, bildet sich Schimmel. Auch an der Fassade kann das zu Schäden führen. Die Lösung klingt simpel, ist aber gar nicht so einfach zu bewerkstelligen: Die Dichtigkeit des Hauses wird überprüft – mit der Luftdichtheitsmessung, auch als Blower-Door-Test nach einem der führenden Messgerätehersteller aus den USA bekannt. Bei Neubauten sollte die Messung in erster Linie durchgeführt werden, wenn das Gebäude komplett luftdicht sein muss, sie ist auf jeden Fall ein Qualitätsmerkmal für das Gebäude und beispielsweise im Zusammenhang mit einem späteren Verkauf wichtig. Im Altbau bietet der Test sich dann an, wenn Räume nicht richtig warm werden oder wenn es zieht. Und auch nach einer Sanierung sei die Messung sinnvoll. Mithilfe von Luft werde im Gebäude ein Druck von 50 Pascal aufgebaut. Das entspricht etwa fünf Windstärken, die auf das Gebäude einwirken. Es wird gemessen, wie viel Luft der Ventilator absaugen muss, um die Druckdifferenz zwischen innen und außen aufrechtzuerhalten: "Ist das Haus undicht, muss er viel arbeiten, ist es dicht, weniger." 

Das Suchen nach Lecks ist aufwendig. Es kann direkt bei dem Test selbst geschehen: Die Gebäudehülle wird abgetastet, mit Messgeräten und Wärmebild-Kameras abgesucht, oder es wird Nebel in das unter Druck stehende Haus gegeben. Undichte Stellen am Gebäude finden sich vorrangig zum Beispiel bei Anschlüssen und dort, wo mehrere Leitungen zusammengeführt und nicht ausreichend abgedichtet wurden. Im Idealfall sind die betroffenen Handwerker direkt greifbar. "Das spart Schreibaufwand, und sie können gleich nachbessern. 


 


Varianten

  • EN 13829